Geschichten & Gespräche mit internationalen
Künstlern und Künstlerinnen
08.09.2010

Amy MacDonald

Auf den Tag genau zwei Jahre später hat uns Amy MacDonald wieder besucht. Sie erinnert sich, dass sie hier war aber nicht daran, dass sie damals erkältet war.

Zwei Jahre später: Amy blickt auf drei Millionen verkaufte Alben, drei Jahre Tour, einen �Monsterhit mit "This is the Life", der sich zwei Millionen Mal verkauft hat â€" hat der Riesenerfolg Amy verändert?

Sie sagt; sie war viel beschäftigt vor dem großen Erfolg, sie ist auch jetzt sehr beschäftigt, aber als Person ist sie die Gleiche geblieben, sie wohnt immer noch in der Nähe von Glasgow, sie hat immer noch die gleichen Freunde. In Schottland kennt man keine Papparazzi, es scheint, niemand interessiere sich für berühmte Menschen, so kann Amy ungestört durch die Straßen gehen. Außerdem macht Amy Musik weil sie Musik liebt und nicht �weil sie berühmt werden wollte.

Wann immer ein Künstler mit dem ersten Album so erfolgreich wird wie Amy, wird das zweite Album zur Schicksalsfrage: Sein oder nicht sein. Auch Amy war besorgt, weil sie keine routinierte Songschreiberin ist, die sich einschließt und zehn Songs aus dem Ärmel schüttelt. Aber die Zeit zu Hause mit der Familie und Freunden, und die normalen Dinge, die sie getan hat, haben sie inspiriert und alles lief wie geschmiert. Amys Fazit: "A curious thing" mag sie noch mehr als "This is the Life" und ist sehr stolz auf die neuen Songs. Als Cheryl Cole bei uns war hat sie gesagt, dass sie, obwohl mit einem Fußballer verheiratet, nichts vom Fußball versteht. Amys Freund ist auch Fußballer. Fußball ist in Schottland eine Frage von nationaler Wichtigkeit. Schon als kleines Mädchen wusste sie alles über Fußball, sie ist eben ein riesen Fußballfan, erst Fußball, dann alles andere. Über Berti Vogts, der von 2002 â€" bis 2004 in Schottland Trainer war, �kann sie eine Menge erzählen. Machen wir es kurz: Berti Vogts war ganz schlecht für die schottische Mannschafft: das Team war Furchtbar, die Taktik war furchtbar, übrig blieb Chaos. Im Gespräch landen wir bei Rod Stewart, der immer vorgibt ein Schotte zu sein, obwohl er kein richtiger Schotte ist.

Amy MacDonald sieht sich selbst als "true artist", eine wahre Künstlerin, die ihre eigenen �Songs singt und jedes Mal, wenn sie diese Songs singt, weiß sie, was sie bewegt hat so etwas zu schreiben. Sie räumt aber ein, dass es auch gute Sänger gibt, die in der Lage sind, fremde Songs zu singen, als wären sie ihre eigenen. Wenn Amy mit ihren Freunden feiert, versucht sie erst gar nicht zu singen. Sie haben ihr schon öfter gesagt, dass sie gar nicht singen kann. Es geht eher um den Spaß, wenn sie mit ihren Freunden zusammen ist. Bei solchem Spaß ist auch ihr größter Hit "This is the Life" entstanden. Den Song hast sie bis heute gefühlte eine Million Mal gesungen, man könnte denken, sie kann den Song mittlerweile nicht mehr ausstehen â€" das denkt sie manchmal auch, aber wenn sie sieht welchen Spaß das Publikum hat, singt sie ihn immer wieder gerne.

"A curious thing" wurde bereits mit Gold ausgezeichnet und ging sofort auf Platz 1 der Album Charts. Über ihre neuen Songs sagt Amy: "Ich hoffe, dass Menschen sie so gerne hören werden wie die Songs vom ersten Album auch."

Es sieht danach aus!

Cheryl Cole




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