Geschichten & Gespräche mit internationalen
Künstlern und Künstlerinnen
10.04.2010

Laith Al-Deen

"Vielleicht mache ich ein Hard Rock Album... Vielleicht auch etwas ganz anderes.", sagte er bei unserem letzten offiziellen Interview.

Fast zwei Jahre später ist es dann soweit: Ende März hat Laith in München in einem kleinen Club sein neues Album vorgestellt. "Die Liebe zum Detail" heisst es und die erste Single daraus, "Keine wie du", kennt man bereits. Wenn Laith auf der Bühne ist, erinnern seine Bewegungen etwas an Joe Cocker. Die sechs Songs, die er an diesem Abend zum ersten Mal live gespielt hat, haben einen ersten Eindruck vom neuen Album vermittelt und von Laiths Gemütszustand: Laith ist mächtig verliebt!

Etwas später an diesem Abend treffe ich ihn für einen Moment und er verspricht, dass er bei uns in Frankfurt im Studio vorbeikommt und sich Zeit nimmt.

Einige Wochen später kommt Laith dann passend zu "100pro Deutsch" bei uns vorbei. Auf dem Weg ins Studio berichten wir uns gegenseitig über unsere neusten Schuheinkäufe und Laith hat die weißen Schuhe an, die man auf den aktuellen Pressefotos sehen kann.

Wir haben viele Interviews gemacht: Das erste war 2000, beim "Sound Of Frankfurt", danach zum ersten Album, dann bei der "Nokia Night Of The Proms", später bei vielen Auftritten und bei allen Alben, die danach kamen und zwischendurch auch als er "hr3 extra am samstag" moderiert hat.

Seinen Platz in der deutschen Musik kann man als absolut "gesund" bezeichnen. Von seinem Privatleben weiss man immer nur so viel wie es gerade nötig ist: Laith ist kein Thema für die Yellow Press, er gibt keinen Anlass um spektakuläre Schlagzeilen zu schreiben. Alles, womit er diese gesunde Karriere verdient hat, waren seine Musik und seine Live-Auftritte.

Das neue Album ist Liebe pur: "Da hab ich ganz schön hingelangt....", sagt er. Nach Miami muss er der Liebe wegen nicht mehr fliegen, denn seine Liebe ist nach Deutschland gekommen und die Jet Lag Probleme hat er damit auch nicht mehr. Jetzt fühlt sich alles so leicht an, wie der Walzer "Federleicht" auf dem Album, einer seiner Lieblingssongs.

Wie lange hat sein Schallbau-Team an den Texten gepfeilt? Alles klingt so ungezwungen... "Ach, du ahnst es nicht! Wir haben es immer wieder neu ausprobiert, den Leuten vorgespielt, sie nach ihrer Meinung gefragt...", erzählt Laith.

Ein Hard Rock Album ist es jedenfalls nicht geworden, auch wenn der Sound beim Live-Auftritt ganz schön hart klingt. Die neuen Songs sind ein Zeitdokument der glücklichsten Zeit seines Lebens.

Laith Al-Deen
Night Of The Proms




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