Geschichten & Gespräche mit internationalen
Künstlern und Künstlerinnen
08.09.2010

Revolverheld

Seit sieben Jahren ist diese Band in der gleichen Besetzung: Johannes, Kristoffer, Niels, Jakob und Florian. Aus Freunden ist eine Band geworden, die heute sagt: "Wir können von unserer Musik leben, wir führen ein tolles Leben, es gab zwar den Plan A, B, C �und D - aber wir leben für die Musik."

Revolverheld ist in den letzten Jahren zu einer der erfolgreichsten deutschen Rockbands geworden. Einen Meilenstein in ihrer Karriere setzte die Band 2008 mit der Fußballhymne "Helden 2008".

Wie sieht es mit dem Fußball heute aus? Sie alle lieben Fußball, machen bessere Musik, als sie Fußball spielen, aber einen zweiten Fußballsong wird es so schnell nicht geben - auch nicht wenn die WM vor der Tür steht. Zurzeit geht es um das dritte Revolverheld Album "In Farbe". Farbig ist auch das Cover, das ohne Computerhilfe gemacht wurde. Die fünf unterschiedlichen Farben wurden mit Hilfe von Zahnrädern durch die Luft gewirbelt, es wurden viele verschiedene Fotos gemacht, dazwischen mussten die Jungs duschen, andere Klamotten anziehen und sich wieder hinstellen.

Die neuen Songs wie "Ich werde nie erwachsen", "Mein Leben ist super" und "Immer einen Grund zu feiern" sind energiegeladen. "Halt dich an mir fest" ist einer dieser Songs, in dem es darum geht, dass man eigentlich weiß, dass eine Beziehung zu Ende ist, man es aber noch nicht wahr haben will. "Keine Liebeslieder" könnte ein Hit werden. Johannes als Frontmann betont, dass es ihm darum geht, die Texte so eindringlich zu singen wie es sein großes Vorbild Eddie Vedder von Pearl Jam tut. Beim Song Spinner singt ein Kinderchor mit! "Lucky Kids" - sie waren süß und sehr professionell.

Revolverheld stehen bei hr@night am 27. März auf der Bühne. Dort werden sie zum ersten Mal die neuen Songs "elektrisch" vorstellen, danach geht es auf Tour. Wichtig vor einem Konzert ist es, früh genug zu essen um nicht müde zu werden. Und eine Massage vielleicht? Alle lachen. Manche legen sich doch noch ein Stündchen vorher �schlafen.

Ach ja: der Song "Hamburg hinter uns" eignet sich den Namen Hamburg mit dem Namen der jeweiligen Stadt, in der die Band spielt, zu ersetzen. In dem Song geht es darum, dass der Winter grau ist und "wir wieder nach Kaliforniern gehen" wo das Leben wild und bunt ist. Die Norddeutschen pflegen um diese Jahreszeit auf Kohlfahrt zu gehen. Man wandert, geht zuerst Kaffee und Kuchen essen, dann wandert man wieder einige Kilometer durch die meist noch winterliche Landschaft, gelegentlich trinkt man etwas um sich aufzuwärmen und zum Schluß, in der Dämmerung, ist man am Ziel: in einer Dorfkneipe gibt es Grünkohl, Kartoffeln, Pinkel und Wurst... Johannes und die Band sind große Fans von "Kohl und Pinkel". �So wie ich auch. Herrlich.





© 2021 Lidia Antonini